Das Team

Das Team

Wencke Stegemann, M.A., Geschäftsführerin und Programmleitung  

Sie ist die Gründerin und Programmleitung von Stories for tomorrow und eine erfahrene Demokratiepädagogin und Historikerin in der historisch-politischen Bildung. 

12 Jahre lang arbeitete sie für einen großen Hamburger Träger der politischen Bildung als Bildungsreferentin und stellvertretende Studienleiterin. Dort spezialisierte sie sich auf die Themen jüdisches Leben, Judentum, Antisemitismus und Rassismus und erarbeitete sich eine vielfältige Expertise und ein großes Netzwerk. In den von ihr gewählten Themen verfügt Wencke Stegemann über breite Kenntnisse und entwickelt stetig neue Methoden und Seminarkonzepte. 

2021 entschloss sie sich all ihre Erfahrungen in ein eigenes Unternehmen zu geben: Stories for tomorrow – Ein Raum für Wandel und Lernen. Hier möchte sie mit ihrem Team Raum für gemeinsames Lernen und Dialog schaffen – für alle Altersgruppen mit einem intersektionalen Ansatz. Bildung und Prävention gegen Antisemitismus schwebt nicht in einem luftleeren Raum. Das gesamtgesellschaftliche Thema muss als solches betrachtet werden. Reflexion über die eigene Perspektive und die Begegnung und der Austausch mit anderen Perspektiven ist für sie Basis eines guten Dialogs, der zum Lösen von gesellschaftlichen Konflikten unersetzlich ist.  

1978 in Norddeutschland geboren interessierte sich Wencke Stegemann schon früh für die Geschichte in ihrer unmittelbaren Umgebung. Geprägt von ihrem Großvater, der viel aus seinem Leben erzählte und ihr einen offenen Blick und zwei offene Ohren für die Geschichten der Menschen mitgab, studierte und forschte sie zu verschiedenen sozialhistorischen Themen. Es interessierte sie vor allem, wie eine Gesellschaft funktionierte, in der etwas wie der Holocaust/die Shoa geschehen konnte. Nach ihrem Geschichts- und Germanistikstudium in Hamburg reiste sie viel individuell in Frankreich und Israel. Gerade Israel mit all seinen Facetten wurde ihr zu einer Herzheimat. Persönliche und berufliche Kontakte bereichern seit Jahren ihre Arbeit in diesen und anderen Ländern und vor allem in ihrer Arbeit in der Antisemitismusprävention. Die Überwindung von Vorurteilen, das Zuhören, lebenslanges Lernen und die stetige Reflexion über die eigene Perspektive gehört für sie zu einer lebendigen und starken Demokratie. 

Eine vollständige Vita von Wencke Stegemann gibt es hier

Wencke Stegemann konzipiert und leitet das Gesamtprogramm von Stories for tomorrow, leitet selbst unterschiedliche Seminare vom Vortrag bis zur internationalen Studienreise. Kooperationspartner:innen und Auftraggeber:innen buchen sie gern als Speakerin, Moderatorin, Referentin oder Beraterin. 

Neben ihrer Leidenschaft für Demokratie und Engagement erfreut sie sich sehr am Betrachten des Mondes. Dieser Faible sprengt bald die Fotodatenbank ihres Handys – denn jede kleine Sichel des Himmelskörpers muss dokumentiert werden. Einmal vom Mond die Erde betrachten: Ein großer Traum von Wencke. 

Die große Welt von Stories for tomorrow kann nicht allein erbaut werden! Hinter der Gründerin steht ein junges Team mit diversen Hintergründen und vielfältigen Expertisen. Sie alle gestalten das Programm, die Methodik und die Seminare von Stories for tomorrow und unserem Jugendprojekt Museum of dialogue: 

Jule, Work/Life-Balance-Coachin

Die kleine und selbstbewusste Cairn Terrier Dame Jule unterstützt unsere Gründerin und Programmleiterin Wencke Stegemann in jeder Lage – emotional, mental und immer auf höchsten Niveau. Jule ist von Anfang an dabei gewesen: bei Projektwochen mit Jugendlichen, unter dem Schreibtisch im Büro. Ohne sie würde unsere Leitung weniger Luft und Entspannung bekommen. Und das jeden Tag. Beste Work-Life-Balance-Coachin der Welt! Danke, Jule! 

Vanessa Eisenhardt, M. Ed.

Vanessa Eisenhardt wurde 1989 in Dortmund geboren und lebt bis heute dort. Sie studierte Geschichte, evangelische Theologie und Erziehungswissenschaft an der Ruhr-Universität Bochum (2010-2018)und beendete ihr Studium mit dem Abschluss Master of Education. In der Endphase ihres Masterstudiums übernahm sie die didaktische Leitung der Bildungsarbeit bei ZWEITZEUGEN e.V., die sie 2020 zugunsten ihres Dissertationsprojektes aufgab.

Während des Studiums bildete sich ein klarer Schwerpunkt heraus, der auch ihren Weg in die Forschung ebnete: Täter:innen- und Gewaltforschung im Kontext des Nationalsozialismus.  Seit 2012 ist sie dem Institut für Diaspora- und Genozidforschung der Ruhr-Universität Bochum sehr verbunden, sodass dort ihre Bachelor- und Masterarbeit sowie ihr Dissertationsprojekt „Das Sonderkommando R[ussland] in Transnistrien, 1941-44“ betreut wurden und werden. Ihr Dissertationsprojekt wird seit April 2020 durch ein Stipendium des Ernst Ludwig Ehrlich Studienwerk e.V., dem Begabtenförderungswerk der jüdischen Gemeinschaft in Deutschland, gefördert.

Seit 2011 engagiert sie sich ehrenamtlich in verschiedenen Bereichen: zunächst bei den RUB-Guides, wo sie Studieninteresiierte beraten hat, seit 2014 bei ZWEITZEUGEN e.V., wo sie im Bereich der historisch-politischen Bildungsarbeit tätig war, und seit 2017 als Redakteurin bei Schalom, der Zeitung des Jüdischen Museums Westfalen. Wencke Stegmann und Vanessa Eisenhardt lernten sich bei einer Israelfahrt kennen, bei der Wencke Stegemann ihr das erste mal von Stories for Tomorrow erzählte, sie war sofort begeistert und hätte am liebsten umgehend ihrer Bewerbungsunterlagen an Wencke geschickt. Als Wencke Stegemann im Dezember 2020 die Gründung von Stories for Tomorrow ankündigte, war für Vanessa Eisenhardt klar: „Ich muss dabei sein!“ und hat sich als ehrenamtliche Mitarbeiterin gemeldet.

Bedingt durch ihre Ehrenämter, ihre Tätigkeit als politische Bildnerin und ihrem weiteren wissenschaftlichen Weg bildete sie weitere Interessens- und Forschungsschwerpunkte aus: antisemitiskritische Bildungsarbeit, Trauma- und Biographieforschung, autobiographische Narrative Holocaustüberlebender, Erinnerungskulturen im zeitgenössischen Kontext und Sondereinheiten und Organisationen im Nationalsozialismus.

Als didaktische Leiterin der Bildungsarbeit bei ZWEITZEUGEN e.V. entwickelte sie das Konzept weiter, vertrat den Verein in der Presse, bei Tagungen sowie Konferenzen, sie erarbeitete mit Ehrenamtlichen didaktische Materialien im Bereich der Holocaust Education für Kinder ab 10 Jahren und Jugendliche. Nachdem sie ihr Dissertationsprojekt begonnen hat, engagierte sie sich weiterhin ehrenamtliche und arbeitete als freiberufliche politische Bildnerin. Sie konzipierte 2020 eine Workshopreihe für Jugendliche zum Thema Täter:innenschaften im Nationalsozialismus, die sie 2020/21 an der Wolfhelmschule Olfen für ZWEITZEUGEN e.V. sowie am Karl Schiller-Berufskolleg Dortmund in Kooperation mit ZWEITZEUGEN e.V. und dem BVB-Lernzentrum durchführte.

In ihrer Freizeit tauscht sich Vanessa sehr gerne bei einem Bier oder Portotonic über Theorien zum Marvel Universum mit ihren Freund:innen aus, findet immer wieder eine Ecke in ihrer Wohnung, die noch unbedingt gestrichen werden muss, in der eine Pflanze fehlt oder die unbedingt noch ein Vintage-Mobelstück braucht. Wenn sie gerade keine neuen Koch- und Backrezepte ausprobiert, verbringt sie sehr viel Zeit mit ihrem Teilzeithund Miri.

Vanessa Eisenhardt unterstützt die Programmleitung in Konzeption und Methodik in vielen Bereichen, führt selbst Seminare durch und bereichert das Programm immer wieder mit ihren Ideen und ihrer wissenschaftlichen Fachkenntnis. Derzeit arbeitet sie in diesen Projekten: Verbindet euch! – das Festival, Ein Jahr gegen Antisemitismus – unser Kompetenzprogramm und in unserem Jugendbereich. 

Natascha Espenlaub

Natascha, unsere waschechte Berlinerin, hat ihre Ausbildung als Erzieherin im Jahr 2016 beendet und dann bis März 2017 in einer Kita gearbeitet. Sie ist im April 2017 nach Hamburg umgezogen und hat dort erst als stellvertretende Leitung und anschließend als Leitung einer Kita gearbeitet. Im September 2018 ist sie wieder zurück nach Berlin gegangen und hat auch dort weiterhin als Leitung einer Kita gearbeitet. 

Beide Kitas, in Hamburg und Berlin, befanden sich im Aufbau bzw. wurden umstrukturiert. Natascha Espenlaub hat aktiv an den Konzeptionen gearbeitet und dabei Kinderschutz als zentrales Thema gehabt. Besonders im Bereich der Prävention von und der Fortbildung der Erzieher:innen sammelte sie in dieser Zeit viel Erfahrung. 

Seit April 2021 studiert sie soziale Arbeit an der evangelischen Hochschule Berlin. Durch die neuen Perspektiven, die ihr das Studium eröffneten, vertiefte Natascha Espenlaub ihre Kenntnisse in Präventionsarbeit im Bereich Antisemitismus und verortet ihren beruflichen Weg dort. Auf ihrem Instagram Account (LINK) veröffentlicht sie regelmäßig wichtige und wertvolle Info-Posts zu Formen und Facetten des Antisemitismus. 

Natascha Espenlaub unterstützt das Team mit ihrer pädagogischen Expertise und ihrem Engagement gegen Antisemitismus. Aktuell bei: Verbindet euch! – das Festival. 

Kathrin Joswig 

Kathrin hat Diplom-Pädagogik studiert und lebt und arbeitet in Hamburg. Seit vielen Jahren ist sie unter anderem als freie Medienpädagogin aktiv und gut vernetzt. Vor allem Digitale Spiele in der pädagogischen Arbeit haben es ihr angetan. 

Sie hat Erfahrung in der aktiven Medienarbeit mit Kindern und Jugendlichen und gibt ihr Wissen außerdem in Workshops und Fortbildungen an Multiplikator:innen weiter. Wenn es darum geht, kreative und digitale Methoden für ein Thema zu finden, dann ist sie zur Stelle.

In ihrer Freizeit klettert sie (natürlich gut gesichert) an Felswänden oder stöbert auf Flohmärkten nach Krimskrams.

Kathrin Joswig unterstützt das Team in diesen Projekten: Verbindet euch! – das Festival und Museum of dialogue

Ilona Martijn 

Ilona ist die kreative Nomadin in unserem Team. Von Berlin aus gestaltet sich ihr Leben an verschiedenen Orten in Deutschland und der Welt. 

Sie studierte Kulturwissenschaften und beschäftigt sich seit Jahren mit gesellschaftspolitischen Themen wie Antisemitismus und Rassismus und hier vor allem mit ihrer kulturellen Dimension. 

Ilona Martijn ist beim Museum of Dialogue für die Seminarbereiche Kreatives Schreiben zuständig. In unseren Jugendprojekten hat dieses Medium eine zentrale Funktion, um Eindrücke und Erlebnisse verarbeiten sowie um Emotionen reflektieren und auszudrücken zu können. 

Egal wo Ilona gerade ist, am liebsten verbringt sie ihre Zeit so: bei über 30 Grad in der Hängematte liegend und ein Buch zu lesend. 

Jonas Heidebrecht 

Foto: Susanne Kurz

Jonas lebt und arbeitet im Ruhrgebiet. Er ist Trainer in der politischen Bildung, Graphic Recorder und Illustrator. Er hat bei der Landeszentrale für politische Bildung NRW die Ausbildung zum Betzavta-Trainer absolviert und arbeitet in den Bereichen Demokratievermittlung, Konfliktkompetenz und in der internationalen Jugendarbeit.

Als Graphic Recorder unterstützt er Workshops und Tagungen mit live Visualisierungen, findet Bilder und Strukturen und sichert die Ergebnisse auf kreative Art und Weise. 

Als Illustrator erstellt er Infografiken, Erklärfilme und Bildungsmaterialien für unterschiedliche Organisationen. 

Die von Jonas Heidebrecht gezeichnete Graphic Novel „Alles totenstill und leer.“ über die Geschichte der Sintezza Hildegard Lagrenne ist 2020 beim Zentrum für Erinnerungskultur, Menschenrechte und Demokratie Duisburg erschienen.

Demokratie ist für Jonas gelebte Alltagspraxis, wobei ihm die Beziehungen zwischen Deutschland und Israel besonders am Herzen liegen. Er ist bei der Deutsch-Israelischen Gesellschaft aktiv und hat 2019 einen DE-IL Jugendaustausch mit organisiert. 

Seine vielfältigen Talente und Erfahrungen bringt Jonas Heidebrecht bei Stories for tomorrow in den Projekten „Verbindet euch!“ – das Festival und besonders im Museum of dialogue ein. 

An dieser Stelle möchten wir noch ein paar Zeilen zu Jonas` besonderer Qualifikation als Betzavta Trainer verlieren:

Betzavta, hebräisch für „Miteinander“, ist eine am Adam Institute Jerusalem entwickelte Methode der erfahrungsorientierten Demokratievermittlung.

Die in Israel vor dem Hintergrund einer konfliktreichen, aber auch stark multikulturellen und pluralistischen Gesellschaft entwickelten Übungen zielen darauf ab, demokratische Praktiken und Prozesse, aber auch Konflikte und Widersprüche lebensnah erfahrbar zu machen.

Der Grundgedanke ist, dass Differenzen und Konflikte ein wichtiger Teil offener und demokratischer Gesellschaften sind, wir jedoch selten lernen, kompetent und geduldig mit ihnen umzugehen. Daher konzentrieren sich die Gruppenübungen darauf, in Konflikte und Differenzen zu erzeugen und kreativ zu bearbeiten. 

Im Mittelpunkt steht dabei die eigene Sensibilisierung für die Herausforderungen und die Vielfalt des demokratischen Miteinanders. 

Mehr über Jonas auf: 

Instagram @jonas_heidebrecht

Www.jonasheidebrecht.com